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Freimaurerei als „sokratische Gesellschaft“? Die Loge als Idealtyp aufgeklärter Wissensbildung

Kapitel i bok
Författare Andreas Önnerfors
Publicerad i Aufgeklärte Sozietäten, Literatur und Wissenschaft in Mitteleuropa / Ed. by Breuer, Dieter and Tüskés, Gábor
Sidor 259–273
ISBN 978-3-11-063764-9
Förlag De Gruyter
Förlagsort Berlin/Boston
Publiceringsår 2019
Publicerad vid Institutionen för litteratur, idéhistoria och religion
Sidor 259–273
Språk de
Länkar https://doi.org/10.1515/97831106376...
Ämnesord John Toland; Freemasonry; press history; pantheism
Ämneskategorier Historia och arkeologi

Sammanfattning

1738 erschien die Relation Apologique et Historique de la Société des Franc-Maçons (im Folgenden Relation) als Streitschrift gegen zeitgenössische Enthüllungen über die Freimaurerei. Durch Veröffentlichung in einem in Europa weit verbreiteten Periodikum, der in den österreichischen Niederlanden erscheinenden luxemburgischen Zeitschrift La Clef du Cabinet des princes de l’Europe erreichte die Relation ein alleuropäisches Lesepublikum und innerhalb weniger Monate lagen Übersetzungen auf Schwedisch und Deutsch vor. In der bis unlängst erschienenen früheren Forschung liegen erhebliche Missverständnisse zur Relation, ihrer Verbreitung, Inhalts und Autorenschaft vor die ich in diesem Beitrag beseitigen und klarstellen werde. Die Publikation und Verbreitung der Relation erfolgte zeitgleich zum ersten päpstlichen Verbot der Freimaurerei durch die Bulle In Eminenti im März desselben Jahres, 1738. Und nur wenige Monate später, Anfang 1739, wurde die Relation auf den apostolischen Index gesetzt und öffentlich in Rom verbrannt (als einzige Schrift über die Freimaurerei in der Geschichte der päpstlichen Zensur). Erstaunlicherweise ist jedoch ihr Inhalt bisher noch keiner umfassenden wissenschaftlichen Analyse unterzogen worden. Zuletzt hat Alfred Schmidt die Relation als ein Manifest der humanistischen Gesinnung der Freimaurerei der Aufklärungszeit behandelt. Peter Ullgren hat 2010 fälschlicherweise den Text als eine Tatsachenbeschreibung der Aktivitäten schwedischer Logen interpretiert. Für Margaret C. Jacob ist die Relation (ohne deren Inhalt oder die Umstände ihrer Publikation korrekt zu präsentieren) ein deutlicher Ausdruck der radikalen pantheistischen Ideologie der frühen englischen Freimaurerei und ihrer kontinentalen Verbindungen. Wie schon in der früheren Forschung bekannt, doch nicht systematisch untersucht, sind wesentliche Passagen der Relation John Tolands 1720 publizierten Schrift Pantheisticon entnommen, eine Schrift die das Idealbild einer „sokratischen Gesellschaft“ aufzeichnet. Die sokratische Gesellschaft ist de facto eine gelehrte Akademie in der Toleranz und unparteiische Prüfung wissenschaftlicher Phänomene nach einem Ritual praktiziert werden. Auch wenn die Relation nicht die faktischen Verhältnisse der Freimaurerei ihrer Zeit schildert, ist sie die erste Manifestation einer Verquickung der Freimaurerei mit den (vorgestellten) Vergesellschaftungsformen der aufgeklärten Wissensbildung. Somit ist sie als Programmschrift für die Verbindung von Freimaurerei und Wissenschaft im achtzehnten Jahrhundert aufzufassen, die sich im Laufe der Epoche in personellen Verflechtungen, in der Bildung von gelehrten Logen oder dem Publikationsprofil von Freimaurer-Zeitschriften widerspiegelt. Zunächst werde ich Inhalt und die Verbreitung und der Relation vorstellen und im Weiteren ihre Überschneidungen mit Tolands Pantheisticon darlegen. Abschließend werde ich versuchen das Idealbild der sokratischen Gesellschaft aufzuzeichnen, das der Freimaurerei als Muster gelehrter Kultur gedient haben kann.

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