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Industriefilm und Kybernetik

Chapter in book
Authors Mats Björkin
Published in Filmische Mittel, industrielle Zwecke: Das Werk des Industriefilms, herausgegeben von Vinzenz Hediger und Patrick Vonderau
Pages 164-175
ISBN 978-3-930916-82-5
Publisher Vorwerk 8
Publication year 2007
Published at Department of Culture, Aesthetics and Media
Pages 164-175
Language de
Keywords industrifilm
Subject categories Economic History, Media and Communications, History of technology and industry, Studies on Film

Abstract

Während der Dokumentarfilm zumindest dem Anspruch nach Wirklichkeit darstellt und erschließt, ist der Industriefilm – ob nun als Herstellungsfilm, als Imagefilm oder als Schulungsfilm für den firmeninternen Gebrauch – immer schon damit beschäftigt, Wirklichkeit hervorzubringen: Also bestimmte Handlungen und soziale Strukturen zu produzieren, in dem er Diskurse in Formen der Organisation überführt. Tatsächlich könnte man den Industriefilm – zusammen mit anderen Gattungen des Auftragsfilms – als das verdrängte Andere des Dokumentarfilms bezeichnen. Nicht nur bildete die Industrie- und Auftragsfilmproduktion oft genug die gerne verschwiegene ökonomische Basis der künstlerischen Dokumentarfilmproduktion. Als routinierte, ja standardisierte Form der Darstellung und der Wahrnehmung entwickelt der Industriefilm seit seinen Anfängen im Kino und später auch im Fernsehen eine unübersehbare Präsenz und prägt unser Wissen, ohne dass einzelne Beispiele der Gattung im öffentlichen Gedächtnis eine prägnante Spur hinterließen. Und auch wenn der auf 35mm-Material gedrehte Wirtschaftsfilm fürs Kino ein Ding der Vergangenheit ist, so finden seine Formen und Strategien in anderen medialen Formaten und Umgebungen ihr Nachleben – nicht selten als Parasiten des Dokumentarischen, etwa wenn Imagefilme über Autodesign bei einer deutschen Nobelmarke im privaten Fernsehen als journalistische Reportagen auftreten. In einer Reihe von Überblickstexten, Fallstudien und Interviews bringt dieser Band die verschwiegene Selbstverständlichkeit zur Sprache, mit der Industriefilme ihre Arbeit verrichten. Dabei betreten die Beiträge durchwegs Neuland, steht eine umfassende Untersuchung der filmischen Ästhetik des industriellen Zwecks jenseits bereits vorliegender Arbeiten zum Kultur- und Dokumentarfilm doch noch weitgehend aus. Thematisiert werden wichtige historische Schnittstellen in der Entwicklung des Industriefilms, einzelne Stilmittel und Techniken sowie der Zusammenhang von Urbanität, Industrie und Film. Mit Beiträgen von den Herausgebern, von Thomas Elsaessser, Edward Dimendberg, Petr Szczepanik, Ramón Reichert, Mats Björkin, Yvonne Zimmermann, Martin Loiperdinger, Michèle Lagny u.a.

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